Zungenbrennen

Abgelegt unter: Krankheiten von Claudia am 7 March 2017 um 0:05 Uhr

Ein stechender, oder brennender Schmerz auf der Zunge, manchmal auch drum herum im Mund. Hinzu kann das Gefühl von Mundtrockenheit und eine Veränderung der Geschmacksnerven kommen. Für Zungenbrennen hört man von Ärzten auch oft Begriffe wie chronisches orales Schmerzsyndrom, Glossodynie, Glossalgie oder Burning Mouth Syndrome.
Dahinter kann ein primäres Zungenbrennen stecken, oder eine andere Erkrankung, die sich gezielt behandeln lässt, auch sekundäres Zungenbrennen genannt. Beim primären Zungenbrennen haben Neurologen in Untersuchungen bei Patienten mit Zungenbrennen teilweise Veränderungen feinster sensibler Nervenfasern festgestellt. Oftmals kommt das Zungenbrennen bei einer starken hormonellen Umstellung zutage, wie den Wechseljahren.

Zu dem typischen Brennen und den Geschmacksveränderungen gehören erhöhte Schmerzen bei Einnahme von sauren oder scharfen Speisen. Zudem können sich die Schmerzen auf den Gaumen und die Lippen ausweiten. Oftmals kommt es bei dem Krankheitsbild Zungenbrennen zu einem metallischen Geschmack im Mund, oder auch einem bitteren Geschmack.

Bei der sekundären Form des Zungenbrennens kann es durch Keime oder Bakterien zu dem schmerzhaften Zungenbrennen kommen. Denn in unserem Mund tummeln sich Keime, auch potenziell krankmachende. Außerdem kommt die Mundhöhle mit vielen Stoffen aus der Umwelt in Berührung – nicht zuletzt Arzneimitteln, die direkt durch die Mundschleimhaut aufgenommen oder aber geschluckt werden. Bei Allergien kann ebenfalls Zungenbrennen auftreten. Leider gibt es auch ein weites Spektrum an inneren Krankheiten, die das Zungenbrennen auslösen können.

Zungenbrennen begegnet unterschiedlichsten Fachärzten, an die sich Betroffene wegen des hohen Leidensdrucks und der oft frustrierend schwierigen Behandlung wenden. Der Arzt berät, stellt oft die Diagnose oder auch eine Verdachtsdiagnose und koordiniert das weitere Vorgehen, etwa die Überweisung an einen anderen Facharzt. Im Vorfeld können verschiedene orientierende Blutuntersuchungen sinnvoll sein, etwa ein Blutbild, Blutzuckerwerte, Nierenwerte, eine Kontrolle der Schilddrüsenfunktion, der Ausschluss eines Vitaminmangels.  

Wenn Zungenbrennen zusammen mit Schleimhautveränderungen im Mund auftritt, ist je nach Befund – etwa bei Problemen mit dem Zahnersatz oder einer Zahnspange – ein Zahnarzt oder ein Kieferorthopäde gefragt.
Bei Allergieverdacht ist ein Allergologe die richtige Adresse.
Je nach Ursache können verschiedene Gegenmaßnahmen helfen, das Zungenbrennen zu reduzieren oder gar ganz loszuwerden.