Nachtlinsen

Abgelegt unter: News von Claudia am 10 September 2015 um 16:19 Uhr

Nachtlinsen sind Kontaktlinsen, die nur nachts getragen werden. Nachtlinsen sollen Fehlsichtigkeit korrigieren, indem sie die Hornhaut verformen. Diese Form von Behandlung wird bei Kurzsichtigkeit verwendet, ist aber auch lange nicht für jeden geeignet. Ob man für Nachtlinsen als Behandlungsmethode in Frage kommt, muss in jedem Fall ein Augenarzt klären und feststellen.

Die Nachtlinsen sind harte Speziallinsen
, die man vor allem bereits längere Zeit in den USA und Japan kennt. Das Tragen von Nachtlinsen als Therapie von Kurzsichtigkeit nennt man Orthokertologie. Die „Heilung“ durch Nachtlinsen funktioniert folgendermaßen: bei Kurzsichtigkeit ist unser Augapfel zu lang – einfallende Lichtstrahlen werden bereits vor der Netzhaut gebündelt. Durch die Nachtlinsen (formstabil!), die flacher als die Hornhaut selbst sind, wird ein sanfter, passgenauer Druck auf die Hornhaut ausgeübt. Sie wird damit während des Schlafens flach gedrückt.

Bis zu minus 4 Dioptrien kann man mit Nachtlinsen korrigieren. Leider ist diese Methode bei Weitsichtigkeit zwecklos. Wichtig zu wissen ist ebenfalls, dass die maximale Hornhautverkrümmung nur bei 1,5 liegen darf, ansonsten bringen Nachtlinsen auch nichts oder nur wenig. Leider sind harte Linsen generell eher gewöhnungsbedürftig, da man sie wie eine Art Fremdkörper im Auge spürt. Dieses Fremdkörpergefühl entsteht aber beim Blinzeln, somit ist eine Gewöhnung an Nachtlinsen viel einfacher – denn die Augen sind ja geschlossen.

Bereits nach der ersten Nacht mit Nachtlinsen soll man besser sehen – nach 2 Wochen ist die Behandlung vorbei und die Kurzsichtigkeit korrigiert. Dabei soll die Hornhaut nicht angegriffen werden, es entstehen keine Vernarbungen der Hornhaut. Der Effekt der Nachtlinsen hält allerdings auch nur 14 Tage – danach müssen Sie wieder angewendet werden. Nachtlinsen kosten ca. 1000 Euro im Jahr.