Makuladegeneration

Abgelegt unter: Krankheiten von Claudia am 30 August 2016 um 18:36 Uhr

Die so genannte Makuladegeneration (kurz: AMD) ist eine altersbedingte Sehstörung, bei der die Makula, das Zentrum des schärfsten Sehens im Auge, betroffen ist. Ein typisches Symptom für eine Makuladegeneration ist ein fortschreitender Verlust der Sehschärfe, der in einen schwarzen Fleck übergehen und bis zur Erblindung führen kann.
In den Industriestaaten ist die Makuladegeneration die häufigste Ursache für Erblindungen. Durch eine gezielte Behandlung können Erblindung und Fortschreiten der Krankheit aber meist sehr gut vermeiden werden.

Welche Symptome gibt es?

Zunächst gibt es keine richtigen Symptome für die Makuladegeneration, denn sie verursacht z.B. keine Schmerzen. Erste Anzeichen zeigen sich häufig beim Lesen, hier bemerkt eine Unschärfe. Sehschärfe, Farbensehen und Kontrastempfinden nehmen ab. Wenig später taucht in der Mitte des Sehfeldes ein schwarzer Fleck auf, der sich mit der Zeit weitet. Farben wirken verschwommen, gerade Linien erscheinen verbogen.
Schließlich sieht man nur noch am Rande des Sehfeldes etwas.

Der Name Makuladegeneration kommt u.a. von dem Wort „Makula“, das ist ein kleines Areal in der Mitte der Netzhaut des Augenhintergrunds. Dieser Fleck ist aufgrund seiner zahlreichen Sehzellen für wicMakuladegeneration kommt u.a. von Sehleistungen verantwortlich: Lesen, Erkennen von Gesichtern und feinen Einzelheiten sowie Unterscheiden von Farben.

Mit dem Alter kann es in der Makula zu Stoffwechselstörungen kommen, die zu Ablagerungen unter der Netzhaut und zu Funktionseinbußen führen können.
Die Sehleistung verschlechtert sich dann durch das Absterben der Netzhautzellen. Dies bezeichnet man als altersbedingte Makuladegeneration oder kurz AMD. An den Stoffwechselstörungen sind vor allem so genannte oxidative Prozesse beteiligt, die durch das Aufeinandertreffen von Sonnenlicht und Sauerstoff im Auge entstehen.

Augenärzte unterscheiden die trockene und die feuchte Makuladegeneration.
Bei der trockenen Makuladegeneration handelt es sich um eine Sehstörung mit kleinen gelblichen Ablagerungen unter der Netzhaut und Durchblutungsstörungen der Aderhaut. Bei der feuchten Makuladegeneration wachsen als Reaktion auf die gelblichen Ablagerungen kleine Gefäßknospen unter die Netzhaut. Diese neu gebildeten Gefäße sind undicht oder können bluten, weshalb die Netzhautmitte anschwillt. Dieses Anschwellen kann schließlich dazu führen, dass Sehzellen absterben und die Netzhautmitte vernarbt.
Aufgrund der Auswirkungen sollte man bei den kleinsten Anzeichen innerhalb von wenigen Tagen einen Augenarzt aufzusuchen. Die Behandlung der Makuladegeneration ist am erfolgsversprechensten, wenn sie zum frühestmöglichen Zeitpunkt erfolgt. Augenärzte können eine Makuladegeneration vorab feststellen, bevor es überhaupt zu spürbaren Einschränkungen im Sehen kommt. Daher ist eine jährliche Vorsorge für Menschen ab dem 60. Lebensjahr empfehlenswert.