Leptin

Abgelegt unter: Abnehmen von Claudia am 14 January 2018 um 10:46 Uhr

Das Hormon Leptin galt lange Zeit als Hoffnungsträger im Kampf gegen Übergewicht. Leptin zügelt nämlich den Appetit. Viele dicke Menschen haben aber einen hohen Leptin-Spiegel im Blut. Leptin ist ein Hormon, das vor allem von den Fettzellen des Körpers hergestellt wird.

Leptin ist ein natürlicher Appetitzügler
und wird überwiegend in den Fettzellen produziert. Aber auch im Knochenmark, der Skelettmuskulatur, der Magenschleimhaut, den Brusthautzellen und in Teilen des Gehirns wird Leptin von unserem Körper produziert. Die genaue Regulation der Nahrungsaufnahme ist noch immer nicht abschließend geklärt. Auch unter welchen Bedingungen Leptin zu einer Gewichtszunahme oder -abnahme führt, ist weiter unklar. Die Wirkung von wird über zwei verschiedene Rezeptoren im Hypothalamus gesteuert. Dieser Teil des Zwischenhirns ist ein wichtiges Schaltzentrum für das vegetative Nervensystem und produziert verschiedene Hormone. Nach der Verbindung mit der einen Sorte der Rezeptoren führt Leptin zu einer Ausschüttung von appetitzügelnden Hormonen beziehungsweise nach Verbindung mit der anderen Sorte der Rezeptoren zu einer Hemmung der Ausschüttung von appetitanregenden Hormonen. Ergo bremst es unseren Appetit.

Außerdem führt Leptin zu einer Blutdruckerhöhung, einer Herzfrequenzsteigerung und zur Ankurbelung der Wärmeentwicklung in den Zellen. Ein weiterer Effekt eines hohen Leptinspiegels im Blut soll das Bremsen des Bewegungsdrangs sein. Wer viele Leptinhormone im Blut hat, hat also auch weniger Lust, sich zu bewegen. Sehr lange Zeit wurde Leptin als Appetitzügler in der Therapie von Fettleibigkeit gehandelt.

Man stelle dann jedoch fest, dass der Großteil der übergewichtigen Patienten sehr hohe Spiegel des Hormons im Blut aufweist. Der Hintergrund könnte in einer Leptin-Resistenz liegen, wodurch die Wirkung von Leptin an seinen Rezeptoren ausbleibt. Obwohl der Leptinspiegel im Blut hoch ist, vermittelt das Gehirn kein Sättigungsgefühl. Vielmehr bleibt das Hungergefühl bestehen und die Nahrungsaufnahme wird fortgesetzt. Durch spezifische Lebensmittel – vor allem sehr zucker- und fetthaltige Speisen, entstehen Entzündungen im Gehirn und das Leptin kann nicht wirken.

Aktuell gibt es keine Beweise, aber eine Ursache der Leptin-Resistenz scheint also das Essverhalten zu sein. Bei Menschen mit einer angeborenen Fettzell-Armut wird Leptin verschrieben, da sie es nicht selber produzieren können. Die Gabe erfolgt durch den behandelnden Arzt als Injektion in das Unterhautfettgewebe. In Form von Kapseln, Globuli oder Tabletten ist das Präparat nicht erhältlich.

Aufgrund der beschriebenen Wirkungen wird Leptin als Wunderwaffe gegen Übergewicht gehandelt. Die Idee ist, dass durch die Einnahme des Medikamentes der Leptinspiegel erhöht und die Fettverbrennung angekurbelt wird. Dies aber nach wie vor nicht erwiesen.

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