Körperfett

Abgelegt unter: Gesundheitstipps von Claudia am 21 December 2015 um 13:22 Uhr

Der Körperfettanteil gibt an, wie viel Prozent des Körpers aus Fett bestehen. Ist der Anteil von Körperfett zu hoch, kann dadurch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Arteriosklerose steigen. Gerade in solchen Fällen sollte das Körperfett reduziert werden – am besten durch eine kalorienarme und gesunde Ernährung und reichlich Bewegung.

Der Body-Mass-Index (auch „BMI“) setzt unser Körpergewicht und unserer Körpergröße zueinander ins Verhältnis. Durch den BMI bekommen wir eine grobe Orientierung, ob wir normal-, unter- oder übergewichtig sind. Über die genaue Zusammensetzung des Körperfettanteils erhalten wir durch den BMI aber keine Informationen. Die Figur sagt dabei nicht unbedingt etwas über den Körperfettanteil aus: Auch schlanke Menschen können zu viel Körperfett haben.

Der Körperfettanteil an sich bietet keine Informationen über das Verhältnis verschiedener Fettarten im Körper. Hier bestehen jedoch entscheidende Unterschiede. So ist Strukturfett beispielsweise wichtig für uns, da es unter anderem Organe und Gelenke vor einer zu starken Druckbelastung schützt.

Man unterscheid zwischen Struktur-und Speicherfett.
Speicherfett kann dagegen schädlich für unsere Gesundheit sein – zumindest, wenn wir zu viel davon haben. Es lagert sich in der Unterhaut ein – vor allem am Bauch, an den Oberschenkeln und am Gesäß. In Hungerzeiten werden diese Fettreserven als erstes vom Körper angezapft. Durch das Speicherfett kann der Mensch bis zu 40 Tage ohne Nahrung überleben. Generell sollte der Körperfettanteil weder zu hoch noch zu niedrig liegen. Zu viel Fett ist schädlich für die Gesundheit, zu wenig aber auch. Denn liegt der Körperfettanteil so niedrig, dass die Strukturfettreserven angegriffen werden müssen, kann der Körper nicht mehr reibungslos funktionieren.
Dies ist bei Männern ab einem Körperfettanteil unter sechs und bei Frauen unter zwölf Prozent der Fall.

Ein zu hoher Körperfettanteil geht meist mit einer Erhöhung der Blutfettwerte (Cholesterin) sowie des Blutdrucks einher. Dadurch steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Arteriosklerose sowie einen Schlaganfall oder Herzinfarkt. Um den Körperfettanteil auf lange Zeit zu reduzieren, sind Diäten absolut der falsche Weg.

Nur durch eine gründliche Umstellung der Lebensgewohnheiten kann ein gutes Ergebnis erzielt werden. Neben einer gesunden, fettarmen Ernährung ist vor allem viel Bewegung wichtig. Geeignet sind Ausdauersportarten wie Joggen, Walken, Schwimmen oder Radfahren. Treiben Sie idealerweise 3-4x Woche für mindestens 30 Minuten Ausdauersport.

Wer schlank ist und dennoch einen hohen Körperfettanteil hat, sollte ebenfalls regelmäßig Sport machen. Hier ist neben Ausdauersportarten vor allem Krafttraining empfehlenswert, durch das gezielt Muskeln aufgebaut werden können.