Lasik: Augenlaser Operation

Abgelegt unter: Beauty & Wellness von Claudia am 16 February 2009 um 17:34 Uhr

lasikAugen lasern zu lassen ist eine Entscheidung fürs ganze Leben, im Durchschnitt überlegt jeder Patient der sich tatsächlich Lasern lässt sieben Jahre. Das kommt auch ungefähr bei mir hin, ich bin nun 25 Jahre alt und habe mich vor fast vier Wochen einer Lasik Augenlaser OP unterzogen.
Ich war stark kurzsichtig, hatte 7.5 Dioptrien und kann nun tatsächlich ohne Brille sehen. Momentan stand der Dinge ist allerdings, dass ich mit Brille bzw. Kontaktlinsen vor der OP besser gesehen habe als jetzt. Es ist normal, dass sich die Sehschärfe erst nach einigen Tagen bis zu einigen Wochen nach dem Lasern komplett richtig einstellen kann, so muss ich auch noch abwarten ob sich bei mir noch etwas verbessert. Ich kann auf jeden Fall sagen, dass die ersten Tage nach der Augen Laser Behandlung sehtechnisch echt nicht toll waren und ich vor allem in der Nähe sehr schlecht gesehen habe. E-Mails lesen bzw. hier auf Gesundheitsspiegel über meine Laser Operation bloggen war unmöglich! Das ist aber laut Klinik normal, mein Auge hat ja nie gelernt den Sehmuskel fürs Nahe sehen aufzubauen, da ich so stark kurzsichtig war. Jetzt, fast vier Wochen nach dem Augenlasern hat sich meine Sehkraft in der Nähe deutlich verbessert. Jedoch ist das Lesen immer noch sehr anstrengend und kleine Schriftzüge erkenne ich ebenfalls nicht.
Ich habe mich in der Klinkik Real Eyes in München behandeln lassen. Falls es jetzt nach der Augen Lasik auch bis in ein paar Wochen nach dem Eingriff immer noch nicht besser werden sollte, behandelt mich der Arzt noch einmal per Lasik (ohne Aufpreis). Eine eventuelles Nachlasern ist bei den 4000 Euro (für beide Augen) also inklusive.
Was ist der erste Schritt, mir die Augen Lasern zu lassen?
Für mich persönlich war ein sehr starkes Problem, dass ich Aufgrund meiner bescheidenen Tränenflüssigkeit die Kontaktlinsen nicht mehr vertragen habe und mich die Brille einfach störte. So habe ich mir einen Nachmittag Zeit genommen um die Voruntersuchungen machen zu lassen um festzustellen, ob es bei mir überhaupt möglich ist die Augen Laser OP durchzuführen. Nach ca. 2 Std. waren die Untersuchungen auch schon vorbei, mir wurde sofort verkündet, dass meine Augen für eine Lasik Operation geeignet sind und ich vereinbarte auch gleich den Termin für die Laserbehandlung.
Vor der Augen Laser Operation ist folgendes zu beachten:
- Kontaktlinsenpause einhalten: für weiche Kontaktlinsen 10-14 Tage Pause, für harte Kontaktlinsen 4-6 Wochen Pause
- ein Fahrer der den Patient sicher nach Hause bringt nach der Augenlaser Operation ist unbedingt notwendig!
- nicht nüchtern zur OP kommen, ausreichend Frühstücken
- eine Sonnenbrille mit UV Schutz und ohne Stärke für die Heimfahrt mitnehmen
- am OP Tag auf keinen Fall schminken, Gesichtscreme verwenden oder Parfüm auftragen – ebenfalls kein Parfüm für Begleitpersonen, die ev. mit in den OP Raum wollen!

Je nach Klinik ist es möglich eine Begleitperson zum “händchenhalten” mit in den OP zu nehmen. Mein Freund stand mir bei meiner Laseroperation zur Seite. Es ist aber zu raten, dass Personen welche mit in den Laser Behandlungsraum gehen hart im nehmen sind bzw. Opartionen “sehen” können. Wenn der Laser das Gewebe abbrennt riecht das sehr unangenehm (verbrannt eben) und das Auge dampft gewaltig. Sicher kein schöner Anblick…
Wie läuft die Lasik Augenbehandlung ab?
Die Lasik Methode als Augenoperation ist eine sehr bewährte Methode, welche mit über 10 Millionen behandelten Menschen inszwischen das weltweit am häufigsten angewandte
Augenlaser-Verfahren ist. Die Lasik (Laser in situ Keratomileusis) wird in einer Tiefe von 0,1 mm im Auge durchgeführt, hier ist die Hornhautschicht schmerzunempfindlich.
Vor dem Eingriff der Augen Laser Operation wurden mein Begleiter und ich steril “verpackt” mit Kittel, Schuhschutz und Desinfektionsmittel. Nun geht nach einer kurzen Aufklärung auch schon auf den OP-Tisch, die Augen werden nacheinander gelasert. Zuerst wird das erste Auge lokal mit Topfen betäubt, steril abgedeckt und mit einer Augenklammer fixiert. Die Augenklammer verursachte für mich an einem Auge etwas schmerzen, sonst war die OP schmerzfrei. Ich musste versuchen den Blick geradeaus zu richten und hatte ein grünes Licht als Leitlicht zur Orientierung.
Der Arzt macht sich mit drei Schritten ans Werk, die Augen Laser Behandlung zu vollziehen:
1. Fixierung und Schnitt: Mit dem Mikrohobel erzeugt der Arzt einen Deckel zum aufklappen in der Hornhautoberschicht. Durch einen integrierten Saugring wird das Auge fixiert, man spürt ein leichtes Druckgefühl, danach sieht man das Bild kurzzeitig dunkel.
2. Öffnen und Lasern: Nach dem aufklappen des Hornhautdeckels (= Flap), liegt das schmerzunempfindliche innere der Hornhaut frei. In wenigen Sekunden trägt der Laser das Gewebe ab. Ich habe rote Punkte und alles ziemlich verschwommen gesehen (gut so…), Schmerzen durchs Lasern spürte ich nicht.
3. Das körpereigene Pflaster: Nach dem Lasereingriff wird der Hornhautdeckel wieder zurück geklappt und bei mir wurde eine neutrale “Verbandslinse” aufgesetzt. Das gab mir ein sicheres Gefühl, dass z.b. der Flap nicht von alleine wieder aufklappt…am nächsten Tag zur Nachuntersuchung wurde die Verbandslinse auch schon wieder entfernt.

Nach der Augenlaser Operation sollte man sich erst einmal Ruhe gönnen, am Tag der OP auf keinen Fall ins Gesicht oder gar an Auge fassen, auch wenn es noch so juckt und kratzt. Bei mir war es nicht schlimm, ich hatte auch gar keine Schmerzen mehr und brauchte keine einzige der vom Arzt mitgegebenen Schmerztabletten. Das hat mich echt positiv überrascht!
Es wird empfohlen die ersten drei Nächte mit einer Augenschutzklappe zu schlafen (siehe Foto), das verleihte mir ein sicheres Gefühl nicht ans Auge zu kommen und schenkte mir einen super Schlaf.

In der Regel darf man….

….nach 3 Tagen: Baden, Saunen (mit geschlossenen Augen), Schminken (aber nicht am Auge reiben beim Abschminken), Sonnen mit Brille
….nach 1 Woche: Joggen, Sport treiben (kein Kraft-oder Extremsport), Verreisen
….nach 3 Wochen: Kraft-und Extremsport
….nach 6 Wochen: alles
Im Zweifelsfall einfach nochmal beim Augenarzt nachfragen!

Von meiner Lasik Augenlaser Operation werde ich noch eine DVD erhalten. Sobald ich diese habe stelle ich sie gerne hier auf Gesundheitsspiegel für meine Leser online. Ich werde auch des weiteren berichten, wie sich meine Sehkraft weiter entwickelt, bzw. ob ich eine Nachlaser Operation benötige.
Gerne können Sie sich hier Ihre eigenen Erfahrungen als Kommentar posten.
Bis dann!

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"Lasik: Augenlaser Operation"

  1. Kommentar by Lia

    February 18, 2009 @ 9:18 am

    Hallo Claudia,

    ein schöner, ehrlicher Bericht, den du da verfasst hast. Ich habe meinen Lasertermin am 19. März. Am 16. März kommt erst mal die große Voruntersuchung. Hab`schon ein wenig Bammel, aber dein Bericht macht Mut. Ich wünsche dir weiterhin alles Gute!!

    Viele Grüße
    Lia

    Lia am February 19, 2009 um 12:10 pm Uhr
  2. Danke für diesen tollen bericht.

    Ich habe selber 8 Dioptrien und bin kurzsichtig. jedoch verändert sich meine Stärke immer noch, deswegen kann ich mich nicht lasern lassen.

    Aber sobald die Werte stabil sind werde ich mich warscheinlich auch unter das messer legen.

    Danke.

    Gruß:

    Physioblogger

    Physioblogger am March 3, 2009 um 11:06 pm Uhr
  3. hallo,

    mich würde mal interessieren, wie sicher es ist, dass du in der zukunft keine brille mehr brauchen wirst. steht das absolut fest ?

    kann sich die sehkraft in den nächsten jahren auch wieder ändern ?

    kann es sein, dass du irgendwann wieder eine brille trägst ?

    ich würde mich auch gerne lasern lassen. aber nicht nur, weil ich wieder bessere sehkraft haben möchte, sondern weil ich keine brille mehr haben möchte. ich möchte aber nicht nach der op nur noch mit einer 0,5-er brille unterwegs sein.

    grüße
    jan

    jan am March 5, 2009 um 9:12 am Uhr
  4. Hallo Claudia,

    leider finde ich keine weiteren Berichte von dir über deine OP. Wie hat sich es bisher entwickelt und wurde die Sehkraft nun besser oder war es mit Brille besser?

    LG,
    Thomas

    Thomas am June 1, 2010 um 9:22 pm Uhr
  5. Hallo zusammen,

    ich habe gerade eine ähnliche Erfahrung hinter mir. Meine Kurzsichtigkeit betrug -8.75 und konnte nach LASIK-OP auf 0 korrigiert werden. ich habe vorher eine Sehkraft von 55% und nun 70-90%. Gleich einen Tag nach der OP konnte ich in die Ferne wunderbar sehen, allerdings machte mir die mittlere Distanz Probleme. Lesen konnte ich zwar sehr gut, aber mir erschein die Objekte in mittlerer Distanz unfokkusiert. Der Arzt hat mich auch beruihigt, da meine Augenmuskulatur an das andere Sehen sich gewöhnen muss. Bildschrimarbeit war selbst nach 3 Wochen Pause eine Hölle, meine Augen waren sehr müde und mir war’s ständig schwindelig.
    Mittlerweile ist mein OP schon 4 Wochen her und die Augen sind langsam gut trainigt. Alles ist in bester Ordnung. Um sicher zu gehen, habe ich bis jetzt nicht angefangen Joggen zu gehen. Ich gönne meine Augen 2 Monate Ruhe, denn die Wundheilung ist das Wichtigste für das Aufrechterhalten dieses Zustandes.

    Grüße Geli

    Geli am August 23, 2010 um 3:57 pm Uhr
  6. Hallo zusammen ich habe eine seh schwäche von -7.5 auf dem rechten Auge.
    Und habe sehr respect davor meine augen zu laisern aber um besser zu sehen zu können würde ich alles machen ich möchte mich jetzt auch infomieren ob das mein augen mitmachen kann …
    und bedanke mich sehr bei euch das ihr mir hir weiter helfen könnt undm ir sehr viele info. geben könnt dankeeeee!!!

    -7.5 am August 25, 2010 um 10:29 pm Uhr
  7. Ein herzliches Hallo an alle Gelaserten, Sich-das-noch-Überlegenden und Ratsuchenden!
    Seit einiger Zeit verfolge ich mit großem Interesse diese Berichte, die mir teilweise sehr helfen. Deshalb möchte auch ich mich heute „einklinken“ und meine ganz persönliche Lasergeschichte erzählen:

    Meine Laseroperation fand am 13.08.2010 in der Eurolaserklinik in Fürth statt. Knapp drei Wochen vorher hatte ich mich erst zu einer Operation entschieden. Nachdem ich das ganze Jahr über Probleme mit meiner neuen Brille bzw. Sehstärke hatte, hatte ich meine Augenärztin gewechselt .
    Mit meinen 47 Jahren habe ich bereits die zweite Gleitsichtbrille mit Werten von rechts 6,50 Dio. und links 6,75 Dio. Nachdem ich die neue Augenärztin fragte, was sie vom Lasern halte, schwärmte sie mir von ihrer eigenen OP vor, die ein Jahr zurück lag. Mit „neuem Lebensgefühl“ und „neuer Mensch“ und „sie werden begeistert sein“, hatte sie mich sehr rasch überzeugt. Es war genau das, was ich hören wollte und was ich eigentlich schon immer wollte, aber mich nie richtig ernsthaft damit befasst hatte.
    Also gut, ich hatte mich also entschieden! Sie empfahl mir die Euroaugenlaserklinik und ich wählte die LASIK für knapp 5.000,00 Euro. Teure Angelegenheit, aber meine Augenärztin genoss mein vollstes Vertrauen und ich wollte mir endlich „auch mal etwas gönnen“. Dass ich bereits knapp 2 Wochen später einen OP Termin bekam, überraschte mich sehr und ich war mega mega aufgeregt. Hatte Angst, Freude, Ungewissheit, Panik … da war alles vertreten. Ein absolutes Wechselbad der Gefühle. Aber die Vorfreude, endlich sehen zu können … nach 33 Jahren Brillenträger überwog jegliche Angst.
    Der 13.08. kam. In der Klinik fühlte ich mich sofort sehr gut aufgehoben. Als vor Aufregung kleine Tränen kullerten, beruhigte mich eine Schwester sehr schnell. Es tue nicht weh, versprach sie mir und ich bekam eine Beruhigungstablette. Pünktlich um 12.15 Uhr kam ich in den OP-Raum und Dr. von Busch erklärte mir alles genau. Dann war alles so, wie er es voraus gesagt hatte. Während der OP erklärte mir auch noch mal alles ganz genau, so dass ich immer wusste, das, was jetzt passierte, ist richtig. Also: Ich hatte keine Schmerzen während der OP und auch nicht danach. Es war traumhaft. Eine Schwester war ständig an meiner Seite und hielt mir die Hand. Das war schön. Das ganze dauerte ca. 20 Minuten. Danach wurde ich von Prof. von Busch untersucht und er stellte fest, dass die OP sehr gut verlaufen ist und das Ergebnis schon jetzt sehr gut aussehe. Ich bekam Augenklappen auf und wurde zu meiner Begleitperson – meine treue Tochter! – gebracht. Mit den durchsichtigen Plastikklappen kam ich mir vor wie Puck, die Stubenfliege. Aber das nur nebenbei, grins.

    Nun sollte ich 5 Stunden die Augen geschlossen halten, was mir nicht schwer fiel. Ich hatte das Gefühl, dass die Beruhigungstablette erst jetzt wirkte und dämmerte vor mich hin. Aber nach fünf Stunden war es soweit: Ich nahm die Klappen ab und …. konnte sehen!! Natürlich noch etwas verschwommen, aber trotzdem schon gut erkennbar. Am nächsten Tag war ich wieder zur Untersuchung und Dr. von Busch stellte fest, dass man schon kaum mehr etwas vom Schnitt sah.
    Derzeit sah ich auf die Ferne 120 % und ich war fasziniert.

    Das Problem war die Nähe. Da ich ja bereits die sog. Alterssichtigkeit habe, wusste ich, dass ich für die Nähe eine Lesebrille bräuchte. Doch der Nahbereich war in den ersten Tagen ein Bereich von ca. 2 Meter und ich hatte Panik, dass das bereits in den Alterssichtigkeitsberei ch gehörte. Auch Menschen, die neben mir standen, konnte ich nicht klar sehen und das machte mich fast wahnsinnig. Ich war sehr verzweifelt und nach einer Woche (3. Nachuntersuchung) erklärte mir Prof. von Busch, dass sich diese Schwankungen in den nächsten 2 Wochen geben müssten. Die Schwankungen liesen tatsächlich nach und der Nahbereich wurde auch immer besser. Trotzdem machte es mir weiterhin sehr große Schwierigkeiten, mit diesem Nahbereich zurecht zu kommen. Immer wieder erfasste mich die Panik, dass es das jetzt war. Ich tropfte fleißig Hylo-comod und auch die Augensalbe gönnte ich meinen Augen.
    Zwischen der 4. und der 6. Woche war es so, dass ich sehr gut mit meinen Augen zurecht kam. Ich sah in die Ferne 100 % und der Nahbereich war gut. In der Arbeit (leider PC-Arbeit) konnte ich zu 90 % ohne Brille arbeiten, nur wenn ich mal länger und kleinere Zeilen lesen musste, nahm ich meine Lesebrille mit 1.0 Dio. zur Hand. So war ich zufrieden. Leider hielt dieser Glückszustand nur 2 Wochen…..
    Genau 1 Tag nach der 6. Woche der OP (am 25.09.) hatte ich das Gefühl, in die Ferne schlecht zu sehen. Plötzlich sah ich Dinge unscharf, die tags zuvor noch scharf und sehr gut zu erkennen waren.
    Zuerst zweifelte ich an mir, doch mir war klar, dass ich mir das nicht einbildete. Meine Augenärztin bestätigte mir am 04.10.2010, dass ich nun auf einem Auge 0,25 Dio. und auf dem anderen 0,50 Dio. Sehschwäche hätte. Nun hat sie mir Cortison Tropfen verschrieben, die ich 8 Wochen nehmen soll.
    Diese Tropfen können bewirken, dass sich die Sehkraft nicht verschlechtert, dass die Sehkraft wieder auf 0,0 zurück geht oder auch gar nichts.
    Ich bin wieder sehr verzweifelt. Ich komme damit nicht zurecht, weil ich in die Ferne einfach das Gefühl habe, schlecht zu sehen. Autofahren trau ich mich auch nicht so richtig. Es war sooo schön, scharf zu sehen und jetzt komme ich mir vor, wie unter einer Käseglocke …. Kein klarer Blick, weder nah noch fern!
    Hat jemand ähnliche Erfahrungen? Bitte bitte schreibt mir. Bin über jeden Hoffnungsschimmer dankbar. Ich weiß, dass ich Geduld brauche. Die hätte ich ja auch, wenn ich wüsste z.B. in einem halben Jahr ist alles gut. Aber so bin ich in ständiger Panik, dass es das jetzt war. Ich tropfe ganz viel Hylo comod (teilweise stündlich) was mir nichts ausmacht und nachts gebe ich Augensalbe Vidisic rein. Ich bin mir auch nicht sicher, ob eine Nachlaserung so gut ist. Hab hier im Forum nicht so viel Gutes übers Nachlasern gelesen. Freue mich über Eure Nachricht. Gerne über holzfee63@freenet.de. DANKE! Eure Tine.

    Sina-Tine am October 7, 2010 um 12:02 pm Uhr
  8. Hallo,
    ich habe mich auch vor kurzem lasern lassen und möchte gerne meine Erfahrungen und Eindrücke von meiner durchgeführten Femto-Lasik Augenlaserbehandlung bei Dr. Nusret Bas in Istanbul mit Euch teilen.

    Seit ca. 20 Jahren trage ich eine Brille. Ich bin bzw. jetzt muss ich ja sagen, ich war! :D kurzsichtig auf beiden Augen: linkes Auge -3,5 und rechtes Auge -4,5 Dioptrin. Durch eine recht zierliche ovale Brille und einen ziemlich dünnen Schliff waren meine Brillengläser nicht sehr dick, trotz der Dioptrinstärke. Ich hatte nie ein Problem damit, meine Brille zu tragen. Obwohl ich sehr viel Sport treibe, hat mich die Brille nie sonderlich gestört. Selbst beim Fussballspielen hatte ich meine Brille auf. Und meine Brillengläser waren aus Mineralglas und nicht aus Plastik, einfach wegen den vielen Kratzern, die bei Platikgläsern sehr schnell entstehen.

    Es gab eigentlich keinen zwingenden Grund für mich, meine Augen lasern zu lassen. Trotzdem habe ich es getan, und zwar aus dem einfachen Grund: weil zwei gute Freunde von mir ihre Augen gelasert haben, und ich so auf das Thema “Augenlaser – Lasik – Femto-Lasik etc.” aufmerksam geworden bin. Beide Freunde hatten sich für eine Augenlaserbehandlung in Istanbul entschieden – nicht nur weil es günstiger ist, sondern aus einem weiteren Grund. Mein Freund sagte mir, dass viele Augenlaserspezialisten in der Türkei und vor allem in Istanbul weit aus mehr Erfahrungen in der Durchführung einer Lasik-Behandlung haben als Ärzte in Deutschland. Zum Vergleich: eine bekannte Klinik-Gruppe in Deutschland hat insgesamt einen Erfahrungsschatz von 200.000 Operation, während Dr. Nusret Bas über 55.000 Operation selbst erfolgreich durchgeführt hat. Neben den sehr guten Erfahrungswerten wird in den Kliniken in Istanbul immer die modernste Technologie eingesetzt.

    Aufgrund der Empfehlungen meiner Freunde war mir also klar, dass auch ich für meine Augenlaserbehandlung nach Istanbul fliegen werde. Doch welche Art der Lasik sollte ich wählen? Hier habe ich mich gründlich informiert und mir ist schnell klar geworden, dass es unbedingt eine Behandlung mit dem Femtosekunden-Laser sein sollte. Ich wollte auf jeden Fall die Komplikationen, die mit der klassischen Lasik, also mit dem Keratom, verbunden sind, vermeiden. Und da es sich um meine Augen handelt, sollte wirklich nur das beste für mich in Frage kommen. Abgesehen davon entspricht der Preis einer Femto-Lasik in Istanbul dem Preis einer normalen Lasik hier in Deutschland. Das war natürlich ein weitere Grund für mich, für meine Lasik-Behandlung nach Istanbul zu fliegen.

    Aufgrund der positiven Berichte meiner beiden Freunde wählte ich ebenfalls Dr. Nusret Bas für meine Behandlung in Istanbul. Seit ca. 15 Jahren führt er Lasik-Behandlungen durch, und war soviel ich weiss sogar im Lasik-Forschungsprozess mit involviert. Mir war es wichtig einen Chirurgen zu wählen, der tatsächlich sehr erfahren auf seinem Gebiet ist. Die Anmeldung und Reise nach Istanbul lief über eine Agentur, die nicht nur deutsche Patienten, sondern auch Patienten aus Schweden, Finnland und Norwegen für eine Augenlaserbehandlung bei Dr. Nusret Bas vermitteln.

    Am 4. November war Anreisetag. Ich wurde ich am Flughafen von einem deutschsprachigen Mitarbeiter der Agentur empfangen, dann ging es weiter ins Hotel Albatros im Viertel Sultanahmet, das Touristenviertel. Am nächsten Vormittag wurde ich vom Fahrer im Hotel abgeholt und er brachte mich zur Klinik. Dr. Nusret Bas ist Chefarzt der Augenklinik des Turkey Hospitals (Türkiye Hastanesi). Dort fand die Voruntersuchung statt und es wurde untersucht, ob ich überhaupt für eine Lasikbehandlung in Frage komme. Nachdem alle Tests positiv ausgefallen waren, sagte ich dem Doktor, dass ich mich für eine Femto-Lasik entschieden hatte. Dr. Bas sagte mir dann, dass er mir das sowieso empfohlen hätte, weil es die sicherste und fortschrittlichste Methode ist. Insgesamt macht er einen sehr professionellen Eindruck und man merkte ihm seine Erfahrung und Routine im Bereich Augenlaser absolut an. Übrigens stand immer ein deutschsprachiger Mitarbeiter der Agentur an meiner Seite, der mich bei allen Fragen immer beratend unterstützte.

    Meine Hornhaut war ausreichend dick und die Wavescan-Untersuchung brachte keine signifikanten Sehfehler höherer Ordnung zum Vorschein, weswegen Dr. Bas eine Wavefront-Behandlung als nicht notwendig erachtete. Er sagte es würde keinen Unterschied machen, da meine Aberrationen nicht auffällig seien.

    Dann wurde ich für die Operation fertig gemacht. Zunächst wurde ich ich den OP-Vorraum geführt. Dort legte man mir das OP-Hemd an und einen Schutz für die Schuhe. Ich war ziemlich nervös und aufgeregt. Ich legt mich auf den OP Stuhl und der Arzt öffnete mir mit einer Lidsperre die Augen nachdem meine Augen mit speziellen Augentropfen lokal betäubt wurden. Mit dem Saugring wurden meine Augen fixiert. Dann wurde mit dem Femto-Laser der Flap auf beiden Augen “geschnitten”, was sehr schnell vorbei war. Dann kam der Excimer-Laser zum Einsatz, um Kurzsichtigkeit zu korrigieren. Anschliessend wurde der Hornhautflap wieder zurückgeklappt. Während der gesamten OP verspürte ich keine Schmerzen, nur ein leichtes Druckgefühl als mir der Saugring aufgesetzt wurde. Ich wurde in ein abgedunkeltes Zimmer geführt, um mich ein wenig auszuruhen. Nach einer Stunde wurde ich für die postoperative Nachuntersuchung wieder in das Büro von Dr. Nusret Bas geführt. Er untersuchte, ob der Flap richtig sitzt und keine Falten entstanden sind. Zudem wurden mir antibiotische und kortisonhaltige Augentropfen gegeben, der Name der Augentropfen war Netildex. Im Falle sehr trockener Augen gab er mir auch künstliche Augentropfen, der Name dieser Augentropfen war Natural Tears Free.

    In meiner Infomappe (alles war komplett auf deutsch), die ich am ersten Tag erhalten hatte, stand genau beschrieben wie oft und wie lange ich die Augentropfen nehmen sollte. Am ersten Tag tropfte ich stündlich Netildex, am nächsten Tag alle zwei Stunden und am dritten Tag jede vierte Stunde. Danach sieben Tag lang jede vierte Stunde. Netildex Tropfen sollte ich nehmen, um mögliche Infektionen vorzubeugen.

    Samstag, am nächsten Tag, wurde ich für eine letzte Untersuchung vom Hotel wieder in die Klinik gefahren. Dr. Bas untersuchte wieder den Flap und natürlich auch meine neu gewonnene Sehstärke. Dr. Bas war sehr zufrieden mit seiner OP, denn ich hatte eine Sehkraft von 100%. Und das machte mich natürlich auch sehr happy. Danach ging es zurück zum Hotel und vom Hotel zum Flughafen.

    Der Heilungsprozess meiner Augen verlief sehr gut und rasch. Ich achtete immer darauf, meine Augen vor direkten Kontakt mit Wasser zu schützen und vor allem darauf, meine Augen nicht zu reiben oder zu berühren. Ich hatte die ersten Tage und Wochen extrem trockene Augen. Aus diesem Grund habe ich bis zu 4-6 Mal künstliche Augentropfen genommen. Und nehme auch heute noch 1-2 Mal Tears Natural Free. Die einzige Nebenwirkung, die ich beobachte, sind Halos und Starbursts um Lichter herum, wenn es dunkel wird. Aber das soll ja im Laufe der Zeit abklingen. In den esten Tagen war es ziemlich ausgeprägt, jetzt ist es schon viel besser.
    Falls ihr weiter Fragen habt, könnt ihr mir gerne eine email schreiben: sebastianwenzel78@yahoo.de
    Ansonsten wünsche ich jedem von Euch viel Erfolg und gutes Gelingen.

    Viele Grüsse
    Sebastian

    Sebastian am December 14, 2010 um 4:22 pm Uhr

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